Sehen und gesehen

31. Mai 2007

37. ISC-Symposium der Universität St. Gallen

Abgelegt unter: Society,St. Gallen Symposium — Silvia Pfenniger @ 08:00

«Hope is not a strategy»

Text und Bilder: Silvia Pfenniger

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31. Mai bis 2. Juni 2007 – «Hoffnung ist keine Strategie», gab Benjamin Block Leadern und Nachwuchsleadern aus allen Kontinenten am St. Gallen Symposium zu bedenken. Das Referat des 30-jährigen Gewinners des St. Gallen Wings of Excellence Award zeigte Finanzierungsprobleme und -lösungen auf, um saubere Energie auch in den Entwicklungsländern voranzutreiben.

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Die Preisträger: Kevin Chua, Philippinen, Jurypräsident Prof. Gilbert Probst, Benjamin Block, USA, und Gustav Borgefalk, Schweden (v.l.).Die Preisträger: Kevin Chua, Student der Fordham Universität New York, Jurypräsident Gilbert Probst, Professor Universität Genf und Managing Director and Dean of Global Leadership Fellows beim World Economic Forum, Gustav Borgefalk, Student der Stockholm School of Economics und Benjamin Block, Student der New York University.

Seine Vorschläge dürften bei Markus Akermann auf offene Ohren gestossen sein. Der CEO von Holcim erklärte in der Podiumsdiskussion «Grundstoffindustrien im Spiegel der globalen Entwicklung»: «Ich habe noch nie ein Projekt gesehen, das wegen Geld nicht realisiert wurde, aber viele kamen mangels Human Resources nicht zustande.»

Markus Akermann, CEO von Holcim.Markus Akermann, CEO von Holcim.

Für Jurypräsident Gilbert Probst, Professor an der Universität Genf, «ist es zu spät für Unentschiedenheit». Das diesjährige Thema «The Power of Natural Resources» löste denn auch unter den Studenten weltweit grosses Echo aus. Hunderte von Arbeiten wurden eingereicht.

Fred Kindle, Chef ABB diskutiert mit Studenten.Fred Kindle, Chef ABB diskutiert mit Studenten.

Die 200 besten Autoren waren als Gäste unter den rund 800 Teilnehmenden dabei. Sie beteiligten sich lebhaft an den Diskussionen, die nach jedem Referat stattfanden. Die hochkarätig vertretenen Chefs der globalen Wirtschaft steckte der Enthusiasmus der Studenten an.

Walter Frey, VR-Präsident Emil Frey AG und  Fujio Cho, Chairman Toyota.Walter Frey, VR-Präsident Emil Frey AG und Fujio Cho, Chairman Toyota.

Toyota-Chef Fujio Cho, der bis 2010 jährlich weltweit eine Million Hybridautos verkaufen will, blieb vor dem Buffet spontan stehen, als er hörte, dass dort alles Studentinnen am Werk seien. «Oh, oh, oh», sagte er bewundernd.

Stellvertretend fürs ISC-Team: David Holzer, Meinrad Heuberger, Melanie Raouzeos, Friedrich Faigle, Andre Thiel und Simeon Fürer.Stellvertretend fürs ISC-Team: David Holzer, Meinrad Heuberger, Melanie Raouzeos, Friedrich Faigle, Andre Thiel und Simeon Fürer.

Viel Lob gab es fürs ganze ISC-Team und das Supporter-Team, die ehrenamtlich fast rund um die Uhr im Einsatz waren: in der Küche, im Service, im Transport, der Logistik und, und, und.

Auch beim traditionellen International Dinner waren ausschliesslich Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.

Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.

Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.

Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.

Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk. Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.

Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk. Studentinnen und Studenten mit Begeisterung, Spass und enormem Engagement am Werk.

Während Marcel Brenninkmeijer, CEO Good Energies Inc. Zug und Mitglied des C&A-Clans, an einer Special Session über Investitionen in erneuerbare Energie sprach, war sein 23-jähriger Neffe Philippe Brenninkmeijer fürs ISC-Team als Chauffeur unterwegs. Unermüdlich war auch Andreas Kirchschläger, Präsident der St. Galler Stiftung für Internationale Studien und Enkel des ehemaligen österreichischen Staatsoberhauptes, mit Rat und Tat dabei, wie bereits seit Jahren.

Die alte Garde auch seit Jahren dabei: Ivo Fürer, ehemaliger Bischof von St. Gallen, Altbundesrat Kurt Furgler und Altstaatssekretär Prof. Franz Blankart, Mirabaud & Cie.Die alte Garde auch seit Jahren dabei: Ivo Fürer, ehemaliger Bischof von St. Gallen, Altbundesrat Kurt Furgler und Altstaatssekretär Prof. Franz Blankart, Mirabaud & Cie.

Präsident Josef Ackermann und Förderer Thomas Schmidheiny sahen wir weniger oft als in vergangenen Jahren, aber das ISC-Team konnte auch auf deren Rat zählen. Wer half, Irans Expräsidenten Sayed Mohammed Khatami als Referenten zu gewinnen, verriet PR-Chef Dominic Baumann nicht.

Dominic Baumann, Mitglied des aktuellen 37. ISC-Teams und verantwortlich für Public Relations, sowie seine Vorgänger Daniel Knecht und Roman Braun,  die beim 36. ISC-symposium mitgewirkt hatten.Dominic Baumann, Mitglied des aktuellen 37. ISC-Teams und verantwortlich für Public Relations, sowie seine Vorgänger Daniel Knecht und Roman Braun, die beim 36. ISC-symposium mitgewirkt hatten.

Nicht gekommen ist Raider Viktor Vekselberg. Vladimir Victorovich Kuznetsov, Investment Chief Renova, sprang für seinen Kollegen ein, der plötzlich nach Moskau fliegen musste.

Andreas R. Kirchschläger, President St. Gallen Foundation for International Studies, Vladimir Victorovich Kuznetsov, Investment Chief Renova und Thomas Borer, strategischer Unternehmensberater.Andreas R. Kirchschläger, President St. Gallen Foundation for International Studies, Vladimir Victorovich Kuznetsov, Investment Chief Renova und Thomas Borer, strategischer Unternehmensberater.

Er witzelte im Referat über Russland einleitend: «Dr. Vekselbergs Abwesenheit ist bloss ein weiterer Beweis dafür, wie unvoraussehbar die russische Wirtschaft sein kann.»

Naguib Sawiris, Chairman und CEO Orascom Holding, der reichste der Brüder von Samih Sawiris, sprach über die Entwicklung seines Konzerns im Nahen Osten und seine Pläne in Europa.

Nach seinem Referat wurde Naguib Sawiris, Chairman und CEO Orascom Holding, von den Studenten mit pointierten Fragen herausgefordert.Nach seinem Referat wurde Naguib Sawiris, Chairman und CEO Orascom Holding, von den Studenten mit pointierten Fragen herausgefordert.

Zum jüngeren Bruder und dessen Projekt in Andermatt befragt, lächelte der Milliardär kurz und sagte: «Er ist der liebenswürdigste und bescheidenste von uns Brüdern. Und er hat am meisten Charisma und Ausstrahlungskraft. Er wird es weit bringen.»

Nihad Zikry, Botschafter von Ägypten in Bern und Naguib Sawiris, Chairman und CEO Orascom Holding.Nihad Zikry, Botschafter von Ägypten in Bern und Naguib Sawiris, Chairman und CEO Orascom Holding.

Ein Optimist sei ein gut informierter Pessimist, meinte Moderator Mark C. Medish in seiner glänzenden Schlussrede. In diesem Sinne waren die Optimisten in St. Gallen in der grossen Mehrheit.

Die gesamten Referate sind auf www.stgallen-symposium.org unter «Video Streams» zu finden.

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