Sehen und gesehen

11. Juni 2009

Nik Hartmann

„Cooler Job und das alles für Stutz“

TV-Moderator Nik Hartmann lockte am Mittwoch hunderte von Fans zu Thalia im Untergeschoss von Loeb in Bern, wo er von sich, von seiner Hündin Jabba und seinen Wanderungen erzählte.

Nik Hartmann (mitte) mit Tante Helen, Cousine Kathrin, und den Onkeln Urs und Roland Hartmann aus Burgdorf. Unter den zahlreichen Nik Hartmann Fans im Thalia waren auch Verwandte. Nik Hartmann (mitte) mit Tante Helen, Cousine Kathrin, und den Onkeln Urs und Roland Hartmann aus Burgdorf.

Text und Bild: Silvia Pfenniger

So dicht besetzt ist der Thalia-Vortragsraum in Bern selten. Nik Hartmanns Fans kamen selbst aus Burgdorf angereist. Der Saal knisterte von gespannter Erwartung der mehrheitlich weiblichen Fans von jedem Alter. An der Einführung der Organisatorin stiess auf geringes Interesse und unüberhörbare Ungeduld.

Der beliebte Moderator der Sendung „SF bi de Lüt“ war auch in Bern ganz „bi de Lüt“.

Nach ein paar Minuten übernahm der Star das Mikrofon. Das Publikum hing über zwei Stunden an seinen Lippen: Mit glänzenden Augen und vergnügt selbst über das kleinste Witzchen lachend. Der beliebte Moderator der Sendung „SF bi de Lüt“ war auch in Bern ganz „bi de Lüt“. Ohne Murren akzeptierten sie, dass die angekündigte Hündin Jabba nicht dabei war, für die sie sogar Hundegutzli mitgebracht hatten.

Jabba braucht viel Zeit zum Ausruhen

Seine zehnjährige Begleiterin brauche Zeit zum Ausruhen, sagte ihr Besitzer und kündigte an, dass er sich bald einmal von ihr trennen müsse. Immerhin hat es Jabba zum SF-Publikumsliebling geschafft, trotz künstlichem Hüftgelenk, das ihr vor sieben Jahren eingesetzt wurde.

Von der braunen Mischlingshündin – Vater vermutlich ein Berner Sennenhund, die Mutter eine lautstarke, kleine Appenzellerin – erzählte Nik Hartmann, der kürzlich zum dritten Mal Vater wurde, mehr als von seinen Buben. Schliesslich wandert sie mit Nik Hartmann quer durch die Schweiz und teilt mit ihm nachts in der Regel auch den Schlafraum in Hütten und Hotels. Und die lokalen Delikatessen, von denen Nik Hartmann und sein Team oft mehr als genug vorgesetzt bekommen.

Schliesslich will jede Region im Fernsehen mit ihren Spezialitäten auftrumpfen. Zum Beispiel mit Siedwürsten, die von St. Gallen bis ins Appenzell gang und gäbe sind. Obwohl die Route des Wander-Stars weitgehend bekannt ist, werde vieles nicht voraus geplant, sondern dem Zufall überlassen, beteuerte er.

Grossaufmarsch im Thalia in Bern: Unzählige Fans wollten ihr Buch von Nik Hartmann signiert haben. Nik Hartmann beim Signieren seines Bestsellers Über Stock und Stein mit Cousine Kathrin Hartmann

Grossaufmarsch im Thalia in Bern: Unzählige Fans wollten ihr Buch von Nik Hartmann signiert haben. Nik Hartmann beim Signieren seines Bestsellers “Über Stock und Stein” mit Cousine Kathrin Hartmann (rechts).

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Geschichten von einer weitgehend heilen Schweiz

Er lege auch Wert auf „richtiges Wandern“, um dies wirklich zu erleben. In seinem Buch „Über Stock und Stein“, das er in Bern vorstellte, fand längst nicht alles Platz. Nach zwei oder drei Sätzen, die er daraus vorlas, erzählte der Autor immer wieder neue Geschichten. Einfache Geschichten von sympathischen Begegnungen mit Menschen, die er zum Vergnügen des Publikums immer in ihrem ureigensten Dialekt zitierte. Geschichten von gemütlichen Essen in Berghütten und bei liebenswürdigen Gastgebern. Liebevolle Geschichten von einer weitgehend heilen Schweiz. Vor dem Signier-Tisch war solcher Andrang, dass die Fans zum braven Schlangestehen aufgefordert werden mussten. Nik Hartmann, der direkt von einem SF-Einsatz kam, unterdrückte seine Müdigkeit und befand er habe „einen coolen Job und das Alles für Stutz“.

Das Buch „Über Stock und Stein – ein Reisetagebuch quer durch die Schweiz“ von Nik Hartmann vom Fona Verlag ist in den meisten Buchhandlungen erhältlich.

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