Sehen und gesehen

26. September 2010

Peinlicher Angriff auf UBS und Le Corbusier

Siehe 2. Teil: Angriff auf UBS und Le Corbusier

26. 09.10 Die Sonntagszeitung wiehert heute  entrüstet gegen die UBS. Unter dem Titel “Entrüstung über UBS-Kampagne” entlarvt Schreiberling Victor Weber Le Corbusier als “rabiaten Antisemit”. Und zitiert eine entrüstete Vreni Müller-Hemmi, Zentralpräsidentin der Gesellschaft Schweiz-Israel und ehemalige Nationalrätin:  “Es ist unbegreiflich, dass die UBS Le Corbusier als beispielhafte Schweizer Persönlichkeit für diese Imagekampagne ausgewählt hat.»  Sie erwarte von der Grossbank, dass sie den Architekten umgehend aus ihrer Kampagne entfernt und so «zu einem differenzierten Bild Le Corbusiers» beitrage. Klartext spreche auch Yves Kugelmann, Chefredaktor der jüdischen Wochenzeitung «Tachles», schreit die Sonntagszeitung und greift die Holocaust-Debatte um die nachrichtenlosen Konti auf.

Ein Blick auf die  Jewish Virtual Library http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Society_&_Culture/Architecture/Bauhaus.html hätte die Entrüstung wohl etwas gemindert. Und die Sonntagszeitung um eine Schlagzeile ärmer, aber ein wenig glaubwürdiger gemacht. Stolz berichtet Yael Zisling via “Jewish Virtual Library – A Division of The American-Israeli Cooperative Enterprise”, dass es in Israel und namentlich auch in Tel Aviv Zeichen von der Architektur von Le Corbusier gäbe. . . Da müssen wir Schweizer uns wohl auch nicht schämen, dass der Kopf von Le Corbusier auf unserer 10-Franken-Note abgebildet ist! /Silvia Pfenniger

P.S. Für Illustrationen zum Bauhaus-Stil in Tel Aviv: www.stylepark.com/de/news/das-bauhaus-ist-blau/296497

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