Das Bankier-Get-Together im Stade de Suisse: Fröhlich und familiär
Text und Bilder: Silvia Pfenniger
Zum zweiten Mal ging der Schweizerische Bankiertag im Stade de Suisse mit rund 500 Gästen fröhlich über die Bühne. Traditionell sei der Schweizerische Bankiertag eine Art Wanderzirkus und finde jedes Jahr an einem anderen Ort statt, sagte Gastgeber Pierre Mirabaud, Präsident des Schweizerischen Bankiervereinigung, Swiss Banking, einleitend.
Pierre Mirabaud, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, Swiss Banking.
Doch im Vorjahr habe es den Gästen im Stade de Suisse so gut gefallen, dass man entschieden habe, wieder nach Bern zu reisen. Schliesslich führten ja zwar nicht alle, aber fast alle Züge nach Bern, fügte Mirabaud bei, bevor er die Vertreter der Landesregierung, Botschafter aus rund 30 Ländern sowie Mitglieder von Kommissionen und Arbeitgruppen begrüsste.
Pierre Mirabaud mit den Botschaftern Alev Kilic, Türkei, Gérard Philipps, Luxemburg, und Alexandru Irimia, Rumänien.
Jacques Rossier, Associé Lombard Odier Darier Hentsch, Botschafter Andreas von Stechow, Deutschland, und Pierin Vincenz, Chef Raiffeisen Gruppe.
Botschafter Jean-Didier Roisin, Frankreich, und Christophe Keckeis, Chef der Armee.
Andrea Kuhn-Senn, Geschäftsleiterin, und Susanne Hurni, Leiterin Bildungsgänge, Center for Young Professionals in Banking YP.
Ständerat Franz Wicki und Prof. Heinrich Koller, Advokat Staehelin Advokatur und Notariat (Ex-Chef des Bundesamtes für Justiz).
Prof. Thomas Jordan, SNB-Direktorium, und Thomas Knecht, Director McKinsey.
Hans Kaufmann, Nationalrat, und Florian Roth, Bankiervereinigung.
Botschafter Nobuyasu Abe, Japan.
Charles Pictet, Mitglied Bankenkommission, und Pascal Gentinetta, designierter GL-Vorsitzender Economiesuisse.
Renate Schwob, Bankiervereinigung, und Georg Friedli, Sekretär Aufsichtskommission zur Sorgfaltspflichtvereinbarung.
Christoph Koellreuter, BAK-Chef, Rafael Corrazza, Direktor Wettbewerbskommission, und Boris Zürcher, Avenir Suisse.
Christian Blickenstorfer, CH-Botschafter in Deutschland, und Willi Reif, P&P Private Bank.
Bruno Zuppiger, Nationalrat und Unternehmer, mit Christophe Keckeis, Chef der Armee.
Michael Kohn, Präsident Arbeitskreis «Kapital und Wirtschaft», und Prof. Franz Blankart, ehemaliger Staatssekretär.
Wunschbild von Michael Kohn, dem ehemaligen «Atompapst».
Von der Bank Vontobel: Rudolf Lüthi, Herbert Julius Scheidt und Anton Vogler.
Matthias Kummer, Kummer Public Affairs und Charles Pictet, Mitglied Bankenkommission.
Franz Blankart, Pierre Languetin, alt SNB-Präsident, und Erwin Meyer, Rosbank.
Präsident Pierre Mirabaud plädierte in seinem Referat «Starke Politiker braucht die Schweiz!» für Offenheit und Pluralismus, «da gute Lösungen nur in der Auseinandersetzung mit anderen entstehen können. Ein Abend, an dem sich alle einig sind, ist ein verlorener Abend», zitierte der Bankier Albert Einstein. Von Politikern und von Beamten wünschte er sich, «dass das Gesamtwohl des Landes Massstab sei und nicht bloss das Partikularinteresse.
Bundesrätin Doris Leuthard sprach über «Die Guten, die Bösen und die Banken». Einleitend hob die Wirtschaftsministerin die Bedeutung der Banken für die Schweiz hervor, die rund 200000 Menschen beschäftigen und rund 15% des Bruttoinlandproduktes erwirtschaften. Sie ging auf die verschiedenen Rollen der Bankiers ein, «das Gute und das Böse bei Unternehmensübernahmen» und die Doppelrolle der Banken «als Gehilfen der Financiers und als Finanzdienstleiter der Unternehmen». Auch bei den Banken gelte: «Es ist nicht alles schwarz-weiss, es gibt Grautöne!» lenkte Doris Leuthard ein.
Nach grossem Applaus für die Bundesrätin . . .
. . . bedankte sich Pierre Mirabaud galant mit Handkuss.
Auch Rudolf Stämpfli, Präsident Arbeitgeberverband, war begeistert.
Mit Michael Reiterer war erstmals ein EU-Botschafter am Bankiertag dabei.
Schau mir in die Augen. . . Pierin Vincenz, Chef Raiffeisen, und die Bundesrätin.
Nach den beiden offiziellen Reden gings zum gemütlichen Teil über.
«Wir zusammen auf einem Foto, das hat historischen Wert», scherzten Arthur Bolliger, u.a. VR-Mitglied Maerki Baumann Holding, und Daniel Zuberbühler, Direktor Eidg. Bankenkommission.
Pascal Gentinetta, designierter GL-Vorsitzender Economiesuisse.
Jean Pierre Cuoni, EFG Bank, und Herbert Julius Scheidt, Bank Vontobel.
Rudolf Stämpfli, Präsident Arbeitgeberverband, und Prof. Bruno Gehrig, VR-Präsident Rentenanstalt/Swiss Life.
Höhepunkte des fröhlichen Dinners waren Christophe Blocher, pardon Walter Andreas Müller, der sich selber übertrumpfte, und die pointierte humorvolle Tischrede des Präsidenten Miraubaud, der einige Kollegen auf die Schippe nahm, ganz nach seinem Vorredner.
. . . war in der Person von Walter Andreas Müller omnipräsent.
Nach den zufriedenen Gesichtern der Bankiers, der Botschafter, den Chefs von Kommissionen und Arbeitsgruppen und den Organisatoren zu urteilen, könnte es durchaus sein, dass der Wanderzirkus Swiss Banking 2008 zum dritten Mal hintereinander im Stade de Suisse zu Gast sein wird.
Viel Lob gab es für die Organisation. Stellvertretend: Markus Staub, Thomas Sutter und Claudia Strub von der Bankiervereinigung mit Christophe Schaltegger, Referent des Departementvorstehers, Eidg. Finanzdepartement.