Sehen und gesehen

12. Mai 2009

Zitate der Woche

Aufgeschnappt

Tagesanzeiger Online kontert “Berliner Giftpfeile gegen Roger Federer”. (8.Juli 09)

«Zum Idol fehlen Roger Federer Ecken und Kanten», meckert die «Welt» aus dem deutschen Axel-Springer-Verlag. Federers Strahlkraft beschränke sich auf den Tenniscourt, als Person sei der geniale Baselbieter dagegen farblos.

Auch wenn es den Nörglern der «Welt» nicht passt, die Fans goutieren diesen soliden Lebenswandel. Federer hat auf Facebook 2 773 438 Fans, der angeblich viel interessantere Becker nur 1737.

Titel und Lead aus der Online Basler Zeitung vom 28.6.09

“Schweizer Autor gewinnt Bachmannpreis

Für seinen Text «Bis dass der Tod» hat der in Zürich lebende Deutsche Jens Petersen den begehrten Literaturpreis bekommen.”  (Schweizer oder Deutscher? Liebe Basler Zeitung sowie NZZ Online: entscheidet. . . )

Giovanni di Lorenzo, Chefredaktor der renommierten Hamburger Wochenzeitung “Die Zeit”, zum wenig handlichen Grossformat im Interview mit Matthias Ackeret in “Persönlich”:

“Eine solch einschneidende Massnahme wie ein Formatwechsel sollte immer in guten Zeiten erfolgen. Ich gebe Ihnen aber recht: Die Zeit im Bett zu lesen, ist die Hölle” (lacht).

Vernichtende Kritik von Frank A. Meyers Fernseh-Interview mit dem deutschen Minister Peer Steinbrück in “Die Zeit” vom 30. April 09. Autor Urs Willmann titelt:

“FAM ist verliebt!”
“Wie Minister Steinbrück sich in der Sendung “Vis à Vis” selbst interviewte”

Via “Büroohr” realtiviert die “Sonntagszeitung” den Ruf von Golfer Christoph Brand. Das Handicap des Sunrise-CEO sei seit 2007 auch im 2008 und 2009 konstant bei 29,7 geblieben, meinte das Wirtschaftsmagazin Bilanz in seinem aktuellen Golf-Ranking. Dass Brand seit zwei Jahren keinen einzigen Ball geschlagen habe, lässt ihn vermuten, dass die Bilanz immer dasselbe Handicap abdrucke. Und die Sonntagszeitung spottet:

“Da kann man nur hoffen, dass Bilanz-Chefredaktor Dirk Schütz dieselbe Methode nicht bei der Liste der reichsten Leute in der Schweiz anwendet.”

Zum Stichwort Regierung titelt das Luzerner Tagblatt am 2.5.09:

“Bundesrat will in sich gehen”

Muotathaler Martin Horat, Wettermissionar und Wetterschmöker verheisst im Luzerner Tagblatt hitzigen Sommer:

“Vom Schwitzen verlieren die Frauen ihre Bikinis.” (Die NZZ relativiert freizügige Erwartungen: Die Zuverlässigkeit der Wetterschmöcker-Prognose liege bloss bei 60 bis 70 Prozent.)

Der 92-Jährige Bankier Hans Vontobel:

“Es kommt nicht darauf an, ob ich erwischt werde oder nicht. Ich versuchte im geschäftlichen und privaten Bereich immer anständig zu leben.” (Siehe auch Hans Vontobel im Gespräch - klick!)

Werber Dominique von Matt, Mitinhaber Jung von Matt/Limmat in “Migros-Werte/Migros-Magazin:

“Wir verzichten auf schillernde Scheinwelten.”

Aus dem GDI-PR-Bericht vom 28.4.09:

Acht «verdammte» Krisenjahre hätten den
legendären amerikanischen Optimismus gedämpft, sagte die
Marktforscherin Wendy Liebman an der 5th European Consumer Trend
Conference des GDI Gottlieb Duttweiler Institute in
Rüschlikon/Zürich.
«Vier von fünf US-Frauen kaufen nur noch, was sie
wirklich brauchen.»

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